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TZ Printausgabe vom 02.06.2008
Viel Prominenz bei der Geburtstagsfeier des FSV Steinbach
Gute Adresse
für den Nachwuchs
von Petra Pfeifer
Steinbach.
100 Jahre Vereinsgeschichte sind etwas, auf das man mit
Stolz zurückblicken kann und das zugleich verdient, in der
Öffentlichkeit Anerkennung zu finden. So geschehen bei der
akademischen Feier zum 100. Geburtstag des FSV Germania am
Sonntag im Bürgerhaus.
Die Laudatio auf den Verein hielt dessen ehemaliger
Präsident und heutige Vereinsringsvorsitzende Klaus Döge.
„In den Zeiten der Gründerjahre, der Kriegswirren und der
Nachkriegszeit, mit den besonderen Belastungen für Familien
und in der Vereinsarbeit haben Sportler es gewagt, aus
Gemeinsinn und Kameradschaft einen Fußballverein zu
gründen.“
Hierfür gebühre den Aktiven von damals noch heute besonderer
Dank und Anerkennung. Mittlerweile seien jedoch die
Anforderungen an die Ehrenamtlichen gestiegen: „Außer dem
Seniorensport ist in unserem Verein über Jahre hinaus auch
in der Jugendarbeit Hervorragendes geleistet worden.“ Gerade
in diesem Bereich würden die Jüngsten der Gesellschaft in
einen Mannschaftssport eingegliedert, der ihnen
Kameradschaft und Fairness auf den Weg gebe.
Das bestätigte der Festredner und Schirmherr der
Geburtstagsfeier, Staatsminister Jürgen Banzer (CDU). „Die
Gemeinschaft in einem Mannschaftsspiel strömt etwas
Besonderes aus und prägt das Bewusstsein für die
Gesellschaft.“ Daher sei dieses Engagement in der
Gemeinschaft, das Vereine ausübten, notwendig. Und so
wünschte der Minister dem Verein für die nächsten 50 Jahre
alles Gute und: „Einen Aufstieg mehr als Abstieg.“
Festpräsident und Bürgermeister Peter Frosch (CDU) lobte
ebenfalls die Jugendarbeit der Fußballer: „Sie wird in
diesem Verein großgeschrieben und dient der Integration.“
Landrat Ulrich Krebs (CDU) überbrachte die besten
Glückwünsche des Hochtaunuskreises und spann den Faden
Jugendarbeit noch ein wenig weiter. „Eine der wichtigen
Aufgaben für die Zukunft ist die Frage, wie wir Vereine mit
den Schulen verbinden können.“ Denn es sei wichtig, diese
ehrenamtlichen Einrichtungen in die Nachmittagsangebote der
Schulen einzubinden.
Krebs überbrachte auch die erste Auszeichnung, die
Vorsitzende Monika Bischoff für ihren Verein entgegennehmen
konnte: Die Silberne Verdienstmedaille des Hochtaunuskreises
für den FSV. Norbert Möller, Vorsitzender der Turn- und
Spielgemeinschaft in Steinbach, sprach für den
Landessportbund Hessen. „Die Zukunft des Sports liegt im
Ehrenamt“, lautete sein Fazit und er wünschte dem Verein
mutige Männer und Frauen, „die Verantwortung übernehmen“.
Dementsprechend gab es von ihm nicht nur Urkunden für
verdienstvolle Fußballer, sondern auch einen Gutschein für
ein Vereinsmitglied zur Ausbildung zum Vereinsmanager: „Dann
geht einem alles ganz leicht von der Hand.“ Ein Kommentar,
der von den vielen Ehrenamtlern, die sich im Bürgerhaus
versammelt hatten, mit Heiterkeit aufgenommen wurde.
„Für verdienstvolle ehrenamtliche Tätigkeit“ gab es auch von
Gerhard Koch vom Hessischen Fußballverband (HFV) Ehrenbriefe
des Verbandes für Soma-Leiter Gero Holland-Nell, Elvira
Kremer, die das Vereinsheim bewirtschaftet, und Ralf Kremer,
der jahrelang im Spielausschuss mitarbeitete sowie
Jugendleiterin und -trainerin Edith Fritz, Heinz Biemüller
(2. Vorsitzender) und Christian Sudler (stellvertretender
Jugendleiter und –trainer). In Abwesenheit wurden auch Osman
Ersoy (Spielausschuss) und Wolfgang Klatt (Spielausschuss)
ausgezeichnet. Darüber hinaus bekam Uwe Krämer, der
langjährige Trainer und heutige Vorsitzende des
Spielausschusses, die Ehrennadel in Bronze des HFV.
Abgerundet wurde die festliche Matinee durch ein
abwechslungsreiches, sehr gelungenes Rahmenprogramm, das
Vertreter des Akkordeonvereins Oberursel-Steinbach, des
Radsportvereins, des Tanzsportvereins Blau-Gelb und die
Marching Drummers des Steinbacher Carneval Clubs mit viel
Engagement gestalteten. |