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TZ Bericht 21.03.2009 FSV steht erneut vor Auflösung Von Michael Neumann
Steinbach. Der Fußballsportverein (FSV) Steinbach steht möglicherweise kurz vor seiner Auflösung. «Wenn wir in der Sondersitzung Anfang April keinen Kassierer finden, müssen wir den Verein wohl beerdigen», sagte Vorsitzender Reinhard Meisberger am späten Donnerstagabend nach einer turbulenten Jahreshauptversammlung im Vereinsheim.
Kassiererin Christine Herke-Klatt hatte das Amt der Vereinsrechnerin bis zur Jahresversammlung nur noch kommissarisch übernommen. Sie legte ein letztes Mal das Zahlenwerk vor, und die Kassenprüfer bescheinigten Herke-Klatt eine sorgfältige Kassenführung. Daraufhin wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Ein neuer Kassierer schien im Vorfeld der Sitzung gefunden zu sein, hatte dann aber wieder abgesagt. «Wenn der Vereinsvorstand nicht komplett ist, können wir die Geschäfte nicht weiterführen», erklärte Meisberger.
Der Vorsitzende hatte in der Jahresversammlung auch eine neue Vereinssatzung vorgelegt, die sehr umstritten war, nach langer Diskussion aber mehrheitlich angenommen wurde. Vorsitzender Meisberger hatte die Weiterführung der Amtsgeschäfte vom Beschluss der neuen Satzung abhängig gemacht. Sie sieht vor, dass die Mitgliedsbeiträge sowohl der 113 passiven Mitglieder als auch der 33 Aktiven und der etwa 150 Jugendlichen künftig auf das Vereinskonto überwiesen werden sollten.
Bisher wurden die Mitgliedsbeiträge der Jugendlichen von der Jugendabteilung selbst übernommen und verwaltet. Nach wie vor sollten die Beiträge der Jugendlichen ausschließlich dem Fußballnachwuchs zugute kommen, stellte Meisberger heraus. Auch könne die Jugendabteilung die Gelder wie bisher selbst verwalten. Der Vorstand habe sich zu einer gemeinsamen Kassenführung entschlossen, um einen besseren Überblick zu haben, so der Vorsitzende. «Und wir wollen schließlich keinen Verein im Verein haben.»
Edith Fritz, die seit vielen Jahren die Jugendabteilung des FSV leitete, war mit der Satzungsänderung nicht einverstanden und trat von ihrem Amt zurück.
Seit Monika Bischoff nach vielen Jahren Vorstandsarbeit den Vorsitz des FSV abgegeben hatte, findet der Verein keine Ruhe mehr. In der Jahreshauptversammlung Mitte April vergangenen Jahres war es erst gar nicht zu Neuwahlen gekommen, da keines der Mitglieder bereit war, für ein Vorstandsamt zu kandidieren. Dabei war damals schon seit drei Jahren bekannt, dass der langjährige Vorstand definitiv nicht mehr kandidieren würde.
Er hatte jedoch seine Amtszeit um ein weiteres Jahr verlängert, damit die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des FSV geplant werden konnten. Im August dann erklärte sich Reinhard Meisberger bereit, den Vorsitz des Vereins zu übernehmen, Dr. Jochen Schwalbe wurde stellvertretender Vorsitzender. Der Bericht in der Taunus Zeitung über die Augustsitzung war mit «Der FSV hat Zukunft» überschrieben. |